Suffolks -
Herkunft
und Aussehen
(amerikanische Suffolks - britische Suffolks - Holsteiner Suffolks)
24.05.2004
15.03.2011 zuletzt aktualisiert
Das Suffolkschaf ist eine frühreife, fruchtbare, asaisonale Fleischschafrasse mit guten Muttereigenschaften und sehr hohen Leistungen, für Koppel- und Hütehaltung geeignet.
Herkunft
Suffolks sind vom Ursprung her eine Kreuzung aus Southdown-Böcken mit Norfolk-Mutterschafen, erstmals 1797 in Großbritannien erwähnt. Durch Weiterzüchtung entstand ein Schaf mit sehr guten fleischbildenden Eigenschaften.
1888 kamen die ersten Suffolks in die USA und wurden dort auf Größe gezüchtet. Gegen 1980 gelangten Nachkommen dieser extremen Suffolk-Version nach Deutschland. Bei vielen Mastlammproduzenten, besonders im Norden Deutschlands, konnte sich dieser Typ nicht durchsetzen. Nach Großbritannien kamen sie vor einigen Jahren unter dem Namen New World Suffolks zurück, heute hört man nichts mehr von ihnen.
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Aussehen
langgestrecktes Schaf von edlem Aussehen;
mittelgroßer Rahmen, gerader
Rücken, ausgeprägte Rücken- und Keulenmuskulatur bis zum Sprunggelenk; harte,
dunkle Klauen; Kopf und Beine unbewollt und tiefschwarz;
Kopf ohne Hörner;
weiße, geschlossene Wolle, Feinheit C bis CD, ohne schwarze Stichelhaare oder
Farbflecken;
wissenswert: wenn ein Suffolk Verletzungen hat, kann die Wolle schwarz
nachwachsen und wird später weiß, erst nach der nächsten Schur ist nichts mehr
zu sehen;
die Lämmer kommen hellgrau bis schwarz zur Welt, teilweise auch gefleckt und
nehmen erst mit der Geschlechtsreife das endgültige Aussehen an.
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| Suffolk-Mutterschaf |
Suffolk-Lammbock |
amerikanischer Suffolk - britischer Suffolk
- Holsteiner Suffolk
Deutschland ist eines der wenigen
Länder, in dem die amerikanischen und die britischen Suffolks
vertreten sind.
Die amerikanischen Suffolks, die sich durch einen sehr großen Rahmen und Länge
auszeichnen, entwickeln nur bei intensiver Haltung sehr hohes Leistungspotential. Die Schlachtreife tritt wegen des großen
Rahmens relativ spät ein. Dafür weisen die Schlachtlämmer aber auch bei einem
Lebendgewicht von 60 – 70 kg in der Regel noch keine Verfettung auf.
Die britischen Suffolkschafe sind tiefer,
breiter und insgesamt stärker bemuskelt. Wegen der starken Bemuskelung werden
sie
schon relativ früh schlachtreif. Sie erreichen gleichfalls
hohes Leistungspotential auch auf normalen Weiden, weil sie auf eine
hohe Rauhfutteraufnahme hin gezüchtet worden sind (roomy sheep).
Wir
züchten seit
fast 30 Jahren ein
Schaf, das die positiven Eigenschaften aus diesen beiden
Zuchtrichtungen in sich vereinigt.
Dieser „Holsteiner Typ“ ist ein mittel- bis großrahmiges Schaf mit stark ausgeprägten Muskelpartien an Brust, Rücken und Keulen. Als weitere wichtige Eigenschaft wird das schnelle Jugendwachstum bei guter Futterverwertung und damit verbunden eine gute Masteignung der Lämmer auch bei Einkreuzungen betont.
Dieser „Holsteiner Suffolk“ wird die Aufwärtsentwicklung der Suffolkschafe
in Deutschland und zwar auch als „Vatertierrasse“ bei der
Schlachtlämmerproduktion noch weiter verstärken.
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links: Mutterschaf im britischenTyp rechts: Mutterschaf im amerikanischen Typ |
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Leistungsdaten:
| Lammböcke | bis 120 kg |
| weibliche Lämmer | bis 100 kg |
| ausgewachsene Böcke |
bis über 200 kg Bundessieger UNOX 1997 211 kg |
| ausgewachsene Mutterschafe |
bis über 170 kg Bundessiegerin SCHIRA 1997 172 kg |
| Tageszunahmen | bis 680 g |
| Futterverwertung | bis 1.533 StE pro kg Zuwachs |
| Ausschlachtung | bis 58 % |
| Wolle | C - CD, 31 - 34 Mikron |