Breyhahn Suffolks  -  so fing alles an:
18.02.2005-hb  
21.03.2010 aktualisiert


           
Im Sommer 1980 gab es auf einem Polterabend in Schleswig-Holstein gegrillte Heidschnucke. Sie schmeckte uns so gut, daß wir beschlossen, im nächsten Jahr unsere eigenen Schnucken zu grillen.

            Im Frühjahr 1981 kauften wir 3 Heidschnucken mit Lämmern. Da unsere Grünfläche zu groß war, wurden noch 3 Texelschafe mit Lämmern geholt. Alle Tiere gediehen prächtig und im Spätsommer haben wir die Lämmer schlachten lassen. 2 für uns, die anderen wurden verkauft. Die Texellämmer wogen ausgeschlachtet 20 bis 25 kg, die Heidschnucken 9 bis 11 kg. Die Schlachtkosten je Lamm waren gleich hoch und geschmacklich konnten wir keinen Unterschied feststellen

            In diesem ersten Halbjahr lernten wir die Unterschiede zwischen den uns bisher unbekannten Begriffen Fleischschafe und Landschafe in der Praxis kennen mit der Konsequenz, daß wir die Landschafe (Heidschnucken) verkauften und den Fleischschafbestand aufstockten. Wir lasen alles, was wir über Schafe finden konnten, arbeiteten uns gründlich in die Praxis ein und wurden Mitglied im Schafzuchtverband.

            Im Frühjahr 1984 hatten wir bereits 50 Muttertiere. Durch Zufall kamen wir an 3 gute Suffolkschafe mit Lämmern, reine Nachzucht vom ersten Suffolkimport von über 200 Tieren aus Irland nach Schleswig-Holstein in den 70er Jahren.
Beim Vergleich unserer Lämmer merkten wir, daß es auch bei den Fleischschafrassen erhebliche Unterschiede gibt. Die Suffolks hatten die beste Bemuskelung und wir mochten sie am liebsten leiden. Wir konzentrierten uns auf diese Rasse und begannen mit der Herdbuchzucht.

            Die weiblichen irischstämmigen Suffolklämmer ließen wir ins Vorbuch aufnehmen und gingen auf Suche nach Herdbuchtieren. Dies war sehr schwierig, da der gesamte Herdbuchbestand 1984 in Deutschland wohl weit unter 100 Tieren lag. Bereits 5 Jahre später hatten wir einen Bestand von fast 80 Zuchttieren. Später importierten wir noch einige weibliche Tiere aus Irland, Großbritannien und Belgien.
 
            Nachdem unser Suffolk-Herdbuchbestand auf über 250 Mutterschafe angewachsen war, hatten wir eine sehr große, gute Basis, um selektieren (züchten) zu können und nicht nur zu vermehren; seit 2003 wird er wieder ständig verkleinert. 

            Da wir in Deutschland überwiegend auf den etwas hageren Amityp stießen, die Schäfer und Herdbuchzüchter in Schleswig-Holstein aber den Fleischtyp bevorzugen, importierten wir Samen aus Großbritannien und haben einige Jahre besamt. Als es wieder möglich war, aus GB lebende Tiere einzuführen, kauften wir jedes Jahr Zuchtböcke, seit 1997 nur G1-Böcke.
Seit 2005 sind unser gesamter Suffolk-Herdbuchbestand in der Genotypklasse G1.

so ist es heute:

            Mit unserer Zuchtausrichtung auf den Fleischtyp  Holsteiner Suffolk (genaue Beschreibung: s. Herkunft und Aussehen) lagen wir von Anfang an richtig, das bestätigen auch die vielen Anfragen nach vollfleischigen Tieren.
 
Aus unserem Betrieb sind in alle Bundesländer Herdbuch-Suffolkschafe verkauft und diverse Exporte ins europäische Ausland getätigt worden.

Auf vielen Auktionen und Schauen auf Landes- und Bundesebene haben wir Siegerschafe, Siegerböcke sowie viele hochprämierte Tiere gestellt und dafür vom Landesministerium und Bundesministerium diverse Urkunden und Auszeichnungen erhalten.