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Unser Betrieb liegt in der Mitte
Schleswig-Holsteins (je 90 km von Hamburg und der dänischen
Grenze entfernt) im Außenbereich des Ortes Breiholz bei Rendsburg, direkt am Nord-Ostsee-Kanal.
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Bild oben links:
amerikanischer und britischer Typ
Bild oben rechts:
Siegerbock der Royal Highland-show/GB
Deveronside Champion

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Bei unseren Suffolk-Herdbuchschafen legen wir Wert auf Tiere, die dem Namen
Fleischschaf gerecht werden; ganz besonders
bei den Böcken, damit die Mastlämmerproduzenten sich in dem immer härter werdenden
Wettbewerb innerhalb der durch Osterweiterung erheblich vergrößerten EU
behaupten können. Daß wir damit auf dem richtigen Weg sind, beweisen die vielen Nachfragen
nach Suffolkschafen mit guten Fleischpartien besonders aus dem
süddeutschen Raum sowie aus der Schweiz und Österreich.
Gemäß der Blup-Zuchtwertschätzung von 2004 bis 2008 haben die Nachkommen unserer Stammböcke im Durchschnitt Zunahmen von bis zu 607 g/Tag gehabt. Die gekörten Zuchtböcke werden daher deutschlandweit und im europäischen Ausland nachgefragt ebenso die weiblichen Schafe.
links Mitte: (3 Miniaturansichten) gekörte
Lammböcke aus unserer Zucht mit ausgeprägten
Fleischpartien
an Keule und Rücken - den wertbestimmenden Teilen bei Fleischschafböcken,
die in der Mastlämmerproduktion sehr gefragt sind.
links unten: (4 Miniaturansichten)
Lammböcke im Mai, Juni und Juli;
sie haben viel Fläche mit gutem Gras und erhalten etwas Kraftfutter
dazu.
Durch diese tier- und leistungsgerechte Fütterung wird die optimale Nutzung
der Wachstumsintensität der Suffolkböcke gewährleistet.
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Lammböcke Muttern mit Lämmern

Mutterschafe vorne Muttern hinten Lammböcke

oben + unten: Siloernte
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Strohernte Weizenaussaat |
Den Schafen stehen mehrere große Weiden am Hof zur Verfügung, von denen wir auch das
Winterfutter(Rundballensilage) bergen.
Die Weiden werden 2 x übergemäht - damit die Schafe immer frischen Aufwuchs
haben -
das Gras zu Rundballen mit
1,20 m Durchmesser gepreßt, nach Hause gefahren und eingewickelt. Bis auf
Pressen und Wickeln erledigen wir die Arbeiten selbst.
Das Stroh für die Einstreu bergen wir von unseren Getreideflächen. Bis auf das Mähdreschen, werden
allen Arbeiten von uns erledigt.
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Muttern
Lämmer
im November im November
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Schafe an der Leckmasse |
In der ersten Augustwoche stellen wir die Deckgruppen zusammen und die Zuchtböcke kommen zum Einsatz.
Ab Ende September/Anfang Oktober kommt ein Bock zwischen die Mutterlämmer.
Ab November erhalten alle Mutterschafe Leckmasse
Crystalyx/Extra Energie rot, ein
hochwertiges Ergänzungsfutter, das sehr gut angenommen wird, Kraftfutter
erhalten sie nicht. Wir nehmen die
80 kg Plastikkübel, weil diese gut auf der Weide stehen und nicht umkippen.
Bild links:
Muttern an der Leckmasse,
von der die Braunfärbung stammt.
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Mitte Oktober kommen die noch vorhandenen gekörten Lammböcke und die
jüngeren Bocklämmer, die seit Ende August ohne Zufütterung auf der Weide
liefen, in den Stall und werden geschoren.
Im Januar des nächsten Jahres werden sie zur Körung vorgestellt und aus ihnen die Zuchtböcke
ausgewählt, die zur Eliteauktion kommen.
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Schafschur im Dezember
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Wir lassen die Schafe Mitte Dezember scheren, bis dahin
laufen sie ohne Zufütterung draußen.
Die Schur vor dem Ablammen gefällt uns sehr gut. Die Tiere sind sauber,
trocken und benötigen nicht so viel Platz. Außerdem sehen wir besser, wenn sie
anfangen zu lammen und die Lämmer finden das Euter leichter.
Nach der Schur erhalten alle Schafe die
jährliche einmalige Wiederholungsimpfung mit Heptavac-P plus. Es wirkt gegen 8 Krankheiten und schützt das Lamm über
die Kolostralmilch gegen Tetanus und Breinierenkrankheit. Optimal ist es, die
Mutterschafe 4 - 6 Wochen vor dem Lammen zu impfen. Bei der Grundimpfung
sind 2 Injektionen im Abstand 4 - 8 Wochen erforderlich.
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Im Januar jeden Jahres ist die Winterkörung des Landesverbandes
Schleswig-Holsteinischer Schafzüchter
in unserem Hause, wo mehrere Züchter Böcke verschiedener Rassen vorstellen,
auch die Schwarzkopf- und Suffolkböcke,
die zur Elite-Auktion kommen.
Da wir seit 2008 die Elite-Auktion nicht beschicken, vermarkten wir die
gekörten Jährlingsböcke nur noch ab Hof.
links oben: Winterkörung 2010
links
unten: 2 Suffolk-Jährlingsböcke
links: DE010110019945
rechts: DE010110061790
V: 14462 B* V: Howeburn
Mercator
8-8-8 11 1/2
Mon 122 kg
8-8-8 9 Mon 97 kg
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Böcke in Stall 2

Mutterschafe in Stall 1
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Alle Tiere sind in einem Gebäude untergebracht;
die Jährlings-, Lamm- und Zuchtböcke sind in einem Stall, die
Mutterschafe/Mutterlämmer in vier Ställen.
Es sind 25 - 40 Tiere in einem Stall, der auf der einen Längsseite eine Raufe
und auf der anderen einen Trog hat. Die Wasserversorgung erfolgt über
Selbsttränken.
Morgens und abends wird Rundballensilage und Kraftfutter verteilt.
Transport und Durchschneiden der Rundballen erfolgt maschinell, das
Verteilen im Stall in Handarbeit.
Einmal am Tag werden alle Ställe eingestreut.
Nach der Stallsaison lassen wir mit einem Bobcat ausmisten,
was nicht mal einen Tag dauert.
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oben: unser Ablammstall

Mutter +
Lämmer Lämmerschlupf
in großer Box in
Stall 3
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Muttern + Lämmer in Stall 1

Lämmer am Milchautomaten
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Die Ablammsaison beginnt im Januar.
Im großen Ablammstall sind 16 Buchten, im kleinen 5.
Je 2 nebeneinander liegende Buchten haben eine Raufe und Selbsttränke; im unteren
Teil sind sie mit Holz verkleidet, oben sind horizontale Rohre, damit die Muttern andere Schafe sehen können.
Als wir noch Holztrennwände bis oben hatten, waren die Tiere unruhig,
was jetzt nicht mehr der Fall ist.
Nach dem Ablammen bleibt das Schaf einige Tage in der Ablammbucht,
dann kommen 25 - 30 Muttern mit ihren Lämmern in einen Stall mit
Lämmerschlupf, wo die Jungtiere langsam an das Kraftfutter gewöhnt
werden.
Denn entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist die
optimale Nutzung des genetischen Leistungsvermögens, insbesondere die hohe
Wachstumsintensität gepaart mit der günstigen Futter-verwertung, der Tiere.
Bei Drillingen nehmen wir ein Lamm ab, das an den
Milchautomaten kommt, da
es sonst bei den Suffolkmuttern, die eine sehr gute Milchleistung haben, zu
Problemen kommen kann.
Milch am Automaten erhalten sie ja nach Milchpulversorte für 4 - 6
Wochen.
Alle Schafe - Muttern, Lämmer, Jährlings- und Zuchtböcke -
erhalten das gleiche gepreßte Schaffutter, das nach
unserer Rezeptur zusammengestellt wird:
10,8 MJ ME
mit 16 % Rohprotein, 9,30 % Rohasche,
3,20 % Rohfett, 8,60 % Rohfaser,
1,65 % Calcium, 0,45 % Phosphor, 0,60 % Natrium,
als Zusatzstoffe Vitamine und Selen.
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links: die ersten
rechts: Jährlinge mit
Lämmer können vom ihren Lämmern im Mai
Stall auf die Weide

Mutterlämmer im Mai
Futterautomat mit Lämmerschlupf |
Nach ca. 2 Monaten werden die Lämmer stallweise abgenommen und zum ersten Mal
selektiert.
Wenn das Wetter es zuläßt, kommen die Muttern auf die Weide.
Die Lämmer bleiben im Stall und gehen
je nach Wetterlage und Aufwuchs im April nach draußen.
Die spät geborenen Lämmer kommen mit ihren Muttern
-
überwiegend Jährlinge -
auf die Koppel. Sie haben am Futterautomaten mit Lämmerschlupf, den wir in Großbritannien gekauft haben,
Zugang zum Kraftfutter. Die untere Querstrebe verhindert, daß sich Mutterschafe hindurchzwängen. Mit
der oberen Querstrebe wird der Schlupf der Größe der Lämmer angepaßt.
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Die Lämmer erhalten seit 2006 die Doppel-Ohrmarken
gemäß VVVO zur Einzeltierkennzeichnung, auf denen in
Schleswig-Holstein auch die Herdbuchnummer steht. Dieses System gefällt uns prima:
es ist für den Züchter einfach zu
handhaben, außerdem tiergerechter als das bisherige Tätowieren (in ein Ohr 2
Ziffern, ins andere Ohr 5 Ziffern) und nicht so arbeitsintensiv. Von vorne ist die Nummer des Betriebes gut erkennbar, auf der Rückseite die
"Herdbuchnummer". Die Marken halten sehr gut, bisher sind bei uns noch
keine verloren gegangen.
Die neuen elektronischen Ohrmarken, die für
Schafe, die ab dem 01.01.2010 geboren sind, verwendet werden müssen,
sind ebenso gut zu handhaben wie die Ohrmarken ab 2006.
Wozu das
runde elektronische "Wunderding" (s. Foto links) im
rechten Ohr unbedingt
erforderlich ist, wird allerdings wohl ein Geheimnis derjenigen bleiben, die die
Einführung durchgesetzt haben.
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Bild 1
Bild 2
Bild 3 |
Wenn die Lämmer abgenommen wurden, bleiben die
Muttern noch einige Tage drinnen.
Nach dem Klauen Schneiden kommen sie auf die Weide. Im "Schafdreher" geht
das Schneiden der Klauen einfach: Bild 1) Tiere laufen hinein Bild 2) Tiere werden fixiert und gedreht Bild 3) Schneiden in angenehmer
Arbeitshöhe.
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die Bocklämmer auf ihrer Weide

Lammböcke im Mai und im August

Lammböcke im Juli |
Die Bocklämmer erhalten bis zur Körung (Ende Juli) pro Tag eine zugeteilte
Kraftfutterration; denn lt. Dr. Wolfgang Schlolaut und Prof. Dr. Günter Wachendörfer "hat
die optimale, leistungsgerechte Fütterung eine entscheidende
Bedeutung, wenn das Schaf im Wettbewerb mit den anderen fleischerzeugenden Nutztierarten bestehen soll.
Sie ist kurzfristiger
und einfacher zu realisieren, als es Leistungssteigerungen durch
züchterische Maßnahmen sind. Ganz abgesehen davon ist es wenig sinnvoll,
die genetische Leistungsveranlagung weiter zu verbessern, wenn nicht von
den Möglichkeiten Gebrauch gemacht wird, die vorhandenen Anlagen durch
die Verbesserung der Umweltbedingungen, d. h. auch der Fütterung, zu
realisieren."
Danach wird bis zur Auktion verhaltener zugefüttert, ab
Anfang September gar nicht mehr. Im Oktober werden sie geschoren und kommen in den Stall.
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Züchter und Besucher

die Körkommission

Lammböcke warten auf die Körung
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Ende Juli jeden Jahres ist der wichtigste
und interessanteste Tag
im Zuchtjahr auf unserem Hof, die Körung der Böcke und Herdbuchaufnahme
der weiblichen Tiere durch den Landesverband. Mehrere Züchter kommen mit ihren Tieren und einige Besucher.
Die Lammböcke, bis Anfang März des laufenden
Jahres geboren, werden der Körkommission vorgestellt. Das Gewicht wird festgestellt, Ultraschallmessung des Rückenmuskels vorgenommen sowie Noten für die
Bemuskelung, Wolle und äußere Erscheinung vergeben und der Index
berechnet.
Es wurden jährlich zwischen 45 und 90 Lammböcke zur Körung
vorgestellt, von denen einige zur den Auktionen kommen und ca. 80 %
ab Hof verkauft werden. Jährlingsböcke stellen wir im Sommer nicht
vor. Im Rahmen der BLUP-Zuchtwertschätzung wurden bereits alle Böcke im
Frühjahr einmal gewogen, die Ultraschallmessung vorgenommen sowie eine
Note für die Bemuskelung vergeben. Die Mutterlämmer erhalten
ebenfalls Noten
für
Bemuskelung, Wolle und äußere Erscheinung.
Bis 2011 wurden fast 1.500 Böcke aus unserer
Zucht gekört, die abstammen von:
29 Zuchtböcken aus deutschen Herdbuchzuchten,
21 Zuchtböcken aus eigener Nachzucht,
51 Importböcken überwiegend aus Großbritannien
(Schottland) und einigen anderen Ländern u. a.
2 neuseeländischer Abstammung (den bisher
einzigen, die nach Deutschland gekommen sind, je
1 aus DK und GB)
11 ausländischen Böcken durch Besamung und Zukauf
tragender Mutterschafe.
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oben: Siegerbock
oben: Siegerbock auf
auf der Auktion in auf der
Auktion in Husum
NMS in 2008
am 25.08.2009
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Die meisten Suffolk-Zuchtböcke werden ab Hof vermarktet,
einige auch über die beiden schleswig-holsteinischen Auktionen in
Neumünster und Husum sowie bis 2007 über die
Eliteauktion.
Viele sorgen als Vatertiere
in Gebrauchsschafherden für die vom Markt geforderten Lämmer mit Fleischfülle sowie sehr
guter Bemuskelung oder kommen bei Züchtern im In- und Ausland zum
Einsatz.
2008 stellten wir
den Siegerbock
auf der Auktion in Neumünster
2009
den Siegerbock
auf der Auktion in Neumünster und
den Siegerbock auf der Auktion in Husum
2010
den Siegerbock
auf der Auktion in Neumünster
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Neben sehr vielen Landes-Tierschauen waren wir auch Bundesschauen mit unseren
Schafen vertreten und wurden
für viele
Landessieger/innen, Bundessieger/innen, Züchtersammlungen und Tiere, die
einen I. Preis errangen, ausgezeichnet.
Zwischenzeitlich sind von uns gezüchtete Tiere
bzw. deren Nachkommen auch auf Bundesschauen und Regionalschauen in der Schweiz und in Österreich
erfolgreich gewesen.
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Für sein außergewöhnliches
ehrenamtliches Engagement
und seine züchterische Leistung erhielt Rolf Breyhahn den Ehrenpreis
der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein für beispielhafte Leistungen in der Tierproduktion.
Hervorgehoben wurde insbesondere sein langjähriges, erfolgreiches
Wirken im Ehrenamt, mit dem er nachhaltige züchterische Akzente gesetzt
hat, insbesondere Einführung der Scrapie-Genotypisierung und der
Blup-Zuchtwertschätzung.
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